Pressemitteilungen
Pressemitteilung 09/02
Umzug des JobCenters West kundenfeindlich !
Der Mitte Februar Umzug des JobCenters West von der Martin-Luther Straße am Westbahnhof zur Altendorfer Straße (Nähe Opti-Gewerbepark) ist nach Ansicht der “BG45-Hartz-Netzwerk Essen e.V.” ein weiterer Akt der Zentralisierung von Einrichtungen der ArGe Essen. Damit werden die Bedingungen für “Kunden”, sprich Hartz4-Berechtigte in Essen weiter verschlechtert. Für die Mehrheit der Betroffenen werden längere Wege sowie zusätzliche Fahrtkosten anfallen. Offenbar war auch bei dieser Entscheidung der ArGe erneut allein die Frage des “billigsten” mietbaren Objektes für die Unterbringung eines JobCenters ausschlaggebend.
Jörg Bütefür, Vorsitzender der BG45, hierzu:
“Seit September 2007 wurden immer mehr Nebenstellen des JobCenters aus den Bezirken in Innenstadtnähe zentralisiert, so dass Betroffene Bürger teils sehr weite Wege durch das gesamte Stadtgebiet zurücklegen müssen. Von dezentraler und kundenorientierter Organisation der ArGe kann auch hier keine Rede mehr sein. Wenn man bedenkt, dass den Betroffenen im Monat gerade mal knapp 15,- Euro für Mobilität (Fahrscheine) zur Verfügung stehen, wird die Problematik noch deutlicher.”
Bereits im September 2007 wurden die Zuständigkeitszuschnitte der JobCenter dahingehend verschlechtert, dass ein Gros der Betroffenen aus dem Großraum Borbeck dem JobCenter Mitte in der Bernestraße zugeschlagen wurden, und nicht mehr dem JobCenter Nord-West in der Germaniastraße Borbeck, von dem sie bis dato betreut wurden. Dies führte schon damals zu erheblich längeren und vor allem kostenträchtigeren Wegen. Gleiches gilt für alle Kettwiger und Werdener Hilfeberechtigten, welche seit damals in die Bismarckstraße (Innenstadt) fahren müssen, um ihre Vorladungen wahrzunehmen.
Jörg Bütefür: “Sicher wird – wie auch damals – die Geschäftsführung der ArGe anführen, dieser Umzug sei der besseren Organisation des JobCenters geschuldet, und damit positiv für die Hilfeempfänger. Fakt ist aber, dass bereits die damalige “Umorganisation” für die Betroffenen nur zu Verschlechterungen, weil teuren und langen Wegen, geführt hat.”
Die BG45 weist alle Hilfeempfänger darauf hin, dass die anfallenden Fahrtkosten auch unterhalb der “Bagatellgrenze” von 6,- Euro durch das JobCenter übernommen werden müssen. Eine Antragsvorlage und erläuternde Hinweise sind auf der Vereinshomepage www.BG45.de zu finden.
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Pressemitteilung 09/01
JobCenter Essen mit eigenem Internetauftritt
Große Freude bei Hartz4-Berechtigten
Mit großer Freude hat der Selbsthilfeverein „BG45 – Hartz4-Netzwerk Essen“
den erstmaligen Internetauftritt des JobCenters Essen aufgenommen.
Nach Ansicht des Selbsthilfevereins hat die ArGe Essen mit der Veröffentlichung einer Internetseite bereits vier Jahre nach ihrer Gründung bewiesen, wie flexibel, gut strukturiert und kundenorientiert ihr Job Center sich gegenüber den mehr als 80000 Leistungsberechtigten in Essen verhält.
Das Vorstandsmitglied Waltraut Steuer hierzu:
„Dieses Tempo entspricht voll unseren Erwartungen, aber auch den Erfahrungen vieler Betroffener, z.B. in der Antragsbewilligung, Leistungssachbearbeitung sowie der Widerspruchsbearbeitung.“
Ebenso positiv wie die zügige Erstellung, sind Teile des Inhalts der Internetseite zu bewerten. So gibt es beispielsweise unter der Rubrik „Verpflegungsstellen“ Hinweise auf die Armenspeisungen durch Essener Tafel und Caritas, welche sich angesichts der Leistungshöhe des so genannten Arbeitslosengeld II sowie der unbürokratischen Gewährungspraxis in Essen immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Auch die Werbung für kommerzielle Anbieter auf dem lukrativen Markt der „Qualifizierung und Beschäftigung“ kommt auf der nun ins Netz gestellten Internetseite des öffentlich rechtlichen Trägers ArGe nicht zu kurz.
Mit einer Verlinkung zur profitorientierten Weststadt-Akademie GmbH beweist die ArGe einmal mehr ihre realitätsnahe und kundenorientierte Ausrichtung an den Interessen leistungsbereiter Krisengewinnler.
Natürlich gibt es bei dem jetzt vorliegenden Internetauftritt des JobCenters auch Mängel zu beklagen. Beispielsweise findet sich kein Hinweis bzw. kein Link zu unserem immer wohlwollenden Selbsthilfeverein www.bg45.de.
Auch die notorische Nichterreichbarkeit von Leistungssachbearbeitung durch Abschottung und Nicht-Herausgabe von Telefonnummern der Mitarbeiter wird leider nicht behoben, in dem z.B. die Dienstnummern auf der Internetseite veröffentlicht werden. Dies hat jedoch bereits unser Selbsthilfeverein „BG45“erledigt.
Waltraut Steuer: „Hier – wie eigentlich in fast jedem anderen Zuständigkeitsbereich – muss das JobCenter besser werden. Vielleicht gelingt es ja in den nächsten vier Jahren.“

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