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	<title>BG45 Hartz4-Netzwerk-Essen e.V.</title>
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		<title>Fehlende &#8220;Bescheinigung &#252;ber Leistungsbezug zur Vorlage bei der GEZ&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 11:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Rat + Tat]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 01.01.2012 ist  Essen Optionskommune und somit hat sich auch der Briefkopf der JobCenter ge&#228;ndert: Stadt Essen &#8211; Stadtamt 56 &#8211; (JobCenter Essen). Die zust&#228;ndigen JobCenter in der Anschrift bleiben jedoch wie gehabt. Damit verbunden ist die technische Umstellung, neue Software, und beschert den Hartz4-Berechtigten wieder einmal mehr Laufereien, denn: Die &#8220;Bescheinigung &#252;ber Leistungsbezug [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem 01.01.2012 ist  Essen Optionskommune und somit hat sich auch der Briefkopf der JobCenter ge&#228;ndert: Stadt Essen &#8211; Stadtamt 56 &#8211; (JobCenter Essen). Die zust&#228;ndigen JobCenter in der Anschrift bleiben jedoch wie gehabt. Damit verbunden ist die technische Umstellung, neue Software, und beschert den Hartz4-Berechtigten wieder einmal mehr Laufereien, denn:<span id="more-1808"></span></p>
<p>Die &#8220;Bescheinigung &#252;ber Leistungsbezug zur Vorlage bei der GEZ&#8221; werden nicht mehr zusammen mit dem Bewilligungsbescheid ausgestellt und &#252;bersandt. Diese muss &#8211; nach telefonischer Auskunft vorr&#252;bergehend??? &#8211; bei den JobCentern beantragt und abgeholt werden.</p>
<p>Wichtig ist, dass der Fristablauf zur Befreiung von Rundfunkgeb&#252;hrenpflicht bei der GEZ nicht vergessen wird. Vorsorglich kann man einen &#8220;vorsorglichen Antrag auf Befreiung&#8221; bei der GEZ stellen und die Bescheinigung nach reichen. Sollte der Antrag nicht fristgerecht bei der GEZ eingehen, erhebt die GEZ die Rundfunkgeb&#252;hren.</p>
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		<title>Malerschule auf den Barrikaden</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 17:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 1848, wir haben im Geschichtsunterricht davon Kenntnis genommen, gab es in deutschen Landen eine Revolution. Kuam zu glauben, war aber so. Der Kunstp&#228;dagoge Thomas Giese stellt in seinem multimedialen Vortrag die Rolle und Beteiligung von K&#252;nstlern vor. Die mit Sicherheit spannende Veranstaltung findet statt am Mittwoch 25.Januar 2012 &#8211; Beginn 20 Uhr in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 1848, wir haben im Geschichtsunterricht davon Kenntnis genommen, gab es in deutschen Landen eine Revolution. Kuam zu glauben, war aber so. Der Kunstp&#228;dagoge Thomas Giese stellt in seinem multimedialen Vortrag die Rolle und Beteiligung von K&#252;nstlern vor. Die mit Sicherheit spannende Veranstaltung findet statt<span id="more-1803"></span></p>
<p>am Mittwoch 25.Januar 2012 &#8211; Beginn 20 Uhr<br />
in D&#252;sseldorf &#8211; Oberbilker Allee 35<br />
In den R&#228;umlichkeiten des <a href="http://www.damenundherren.de/veranstaltungen/malerschule-auf-den-barrikaden/" target="_blank">damenundherren e.V.</a></p>
<p>Der Referent Thomas Giese engagiert sich politisch unter anderem in der Landesarbeitsgemeinschaft &#8220;Weg Mit HartzIV&#8221; NRW und der Bundesarbeitsgemeinschaft Prek&#228;re Lebenslagen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hartz4–Dienstanweisungen in Essen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 14:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aus Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Regeln muss es f&#252;r alle geben. Auch f&#252;r diejenigen, die in Essen &#252;ber die Zahlungen an Leistungsberechtigte nach SGB II &#8211; Hartz4 Bezieher &#8211; entscheiden. Intern dienen solche &#8220;Dienstanweisungen&#8221; den Sachbearbeitern des JobCenters der Stadt Essen zur Entscheidungsfindung und sorgen daf&#252;r, dass vergleichbare F&#228;lle auch einheitlich gehandhabt werden. &#8220;Intern&#8221; sollen solche Regelungen nach dem Willen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regeln muss es f&#252;r alle geben. Auch f&#252;r diejenigen, die in Essen &#252;ber die Zahlungen an Leistungsberechtigte nach SGB II &#8211; Hartz4 Bezieher &#8211; entscheiden.</p>
<p>Intern dienen solche &#8220;Dienstanweisungen&#8221; den Sachbearbeitern des JobCenters der Stadt Essen zur Entscheidungsfindung und sorgen daf&#252;r, dass vergleichbare F&#228;lle auch einheitlich gehandhabt werden. &#8220;Intern&#8221; sollen solche Regelungen nach dem Willen des Gesetzgebers jedoch nicht bleiben, deshalb hat jeder B&#252;rger das Recht, nach dem Informationsfreiheitsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen die Ver&#246;ffentlichung geeigneter Informationen von der Verwaltung zu verlangen. Hierzu hat die Verwaltung dann in der Regel einen Monat Zeit.<span id="more-1775"></span></p>
<p>Bereits im Dezember habe ich bei der Stadt Essen einen entsprechenden <a href="http://www.rechtsanwalt-essen.info/images/stories/antrag.pdf" target="_blank">Antrag</a> auf Ver&#246;ffentlichung der Regelungen gestellt, die ab dem 01.01.2012 f&#252;r die Bearbeitung von Anliegen Leistungsberechtigter im Hartz4-Bezug gelten. Sowohl f&#252;r die Beratungspraxis als auch f&#252;r die Betroffenen ist es wichtig, die Art und Weise, wie die Dinge zuk&#252;nftig beim neuen zugelassenen kommunalen Tr&#228;ger, der Optionskommune Essen, gehandhabt werden, zu kennen.</p>
<p>Mit Post vom 05. Januar 2012, am letzten Tag der gesetzlichen Monatsfrist, ist eine erste Reaktion der Stadt Essen erfolgt. In der &#252;bersandten <a href="http://www.rechtsanwalt-essen.info/images/stories/zwischennachricht.pdf" target="_blank">Zwischennachricht</a> treten erstaunliche Dinge zu Tage. Angeblich ist ein gro&#223;er Teil der beantragten Informationen bereits so ver&#246;ffentlicht, wie er f&#252;r die Sachbearbeitung in der Stadt Essen genutzt werden soll. Man verwende die Weisungen der Bundesagentur f&#252;r Arbeit. Diese st&#252;nden im Internet. So weit, so wahr, so erstaunlich. Schlie&#223;lich hat Essen den Weg zur Optionskommune, also einer Stadt, die sich im Alleingang um Vermittlung und Betreuung von Hartz4-Berechtigten k&#252;mmert &#8211; ohne die Bundesagentur f&#252;r Arbeit &#8211; gew&#228;hlt, weil man dort &#252;berzeugt ist, es alleine besser zu k&#246;nnen.Zu dieser Ansicht der Stadt Essen passt es schlecht, wenn nach geraumer Vorlaufzeit mitgeteilt wird, dass man weiter nach den internen Regelungen der Bundesagentur verfahre. Was genau macht die Stadt Essen besser, wenn sie die Dinge noch nicht einmal anders macht?</p>
<p>Wenn in der Zwischennachricht davon die Rede ist, dass noch gepr&#252;ft werde ob &#8220;erg&#228;nzende Regelungen des JobCenter Essen ebenso &#214;ffentlichkeitsgehalt besitzen und wenn ja, wie sie dann &#246;ffentlich gemacht werden&#8221;, dann kann man dies nur noch schwer ernst nehmen. Die gesamten Regelungen zu den Kosten der Unterkunft, sprich Miete, sind und waren bereits zuvor den Regelungen der Stadt Essen unterworfen. Hierzu gibt es keine nennenswerten Regelungen der Bundesagentur.</p>
<p>Mehr &#8220;&#214;ffentlichkeitsgehalt&#8221;, jedenfalls f&#252;r die Betroffenen, geht nicht. Zur Frage, wie man ver&#246;ffentlicht, dr&#228;ngt sich das Internet geradezu auf. Weit interessanter ist die Frage nach dem &#8220;Wann?&#8221; Die gesetzliche Frist zur Ver&#246;ffentlichung ist bereits verstrichen und dieser Umstand kann auch nicht damit entschuldigt werden, dass man von organisatorischen Problemen, deren n&#246;tige Bew&#228;ltigung seit Monaten bekannt war, &#252;berrascht wurde. Auch Weihnachten und der Jahreswechsel kamen nicht &#252;berraschend. Nach hiesiger Kenntnis finden sie jedes Jahr statt.</p>
<p><a href="http://www.rechtsanwalt-essen.info" target="_blank">Rechtsanwalt Carsten Dams</a></p>
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		<title>Die Armutsgef&#228;hrdung in NRW nimmt zu</title>
		<link>http://bg45.de/index.php/2011/12/29/die-armutsgefahrdung-in-nrw-nimmt-zu/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 16:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Schneider vom Gesamtparit&#228;tischen Wohlfahrtsverband NRW hatte letzter Tage den neuen Armutsbericht vorgestellt und kommentiert. Die Nachricht ging &#252;ber alle Sender und Kan&#228;le. Nun, uns Menschen mit Armutserfahrung wundert es nicht, die Schraube dreht sich immer tiefer. F&#252;r wen also ist die zunehmende Armutsgef&#228;hrdung eine Nachricht wert? F&#252;r die &#8220;b&#252;rgerliche&#8221; Mitte? Die arbeitende Bev&#246;lkerung, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Schneider vom Gesamtparit&#228;tischen Wohlfahrtsverband NRW hatte letzter Tage den neuen Armutsbericht vorgestellt und kommentiert. Die Nachricht ging &#252;ber alle Sender und Kan&#228;le. Nun, uns Menschen mit Armutserfahrung wundert es nicht, die Schraube dreht sich immer tiefer. F&#252;r wen also ist die zunehmende Armutsgef&#228;hrdung eine Nachricht wert? F&#252;r die &#8220;b&#252;rgerliche&#8221; Mitte? Die arbeitende Bev&#246;lkerung, der solche Nachrichten Angst machen? Die Gewerkschaften? F&#252;r die Politiker, die genau dieses Niedriglohndeutschland und Ausgrenzung gewollt hatten? F&#252;r die Hartz4-Berechtigten, die jetzt f&#252;r ihre Rechte und gegen die staatlich verordnete Armut auf die Stra&#223;e gehen und protestieren?</p>
<p>Wen Zahlen und Fakten interessieren hier der Bericht. <a href="http://bg45.de/wp-content/uploads/Armutsbericht-2011.pdf">Armutsbericht 2011</a></p>
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		<title>Soziale K&#228;lte in Oststadt</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 15:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aus Essen]]></category>

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		<description><![CDATA[In Essen ist der VAMV eine Institution geworden, die unter den Hilfsangeboten im sozialen Bereich nicht mehr wegzudenken ist. Im nachfolgenden Artikel stellt sich der Verein mit seiner unerl&#228;sslichen Arbeit vor. Die Fortf&#252;hrung der Beratung und Angebote f&#252;r Alleinerziehende ist allerdings gef&#228;hrdet, weil die Stadt Essen den j&#228;hrlichen Zuschuss gestrichen hat. „Der Verband alleinerziehender M&#252;tter und V&#228;ter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Essen ist der VAMV eine Institution geworden, die unter den Hilfsangeboten im sozialen Bereich nicht mehr wegzudenken ist. Im nachfolgenden Artikel stellt sich der Verein mit seiner unerl&#228;sslichen Arbeit vor. Die Fortf&#252;hrung der Beratung und Angebote f&#252;r Alleinerziehende ist allerdings gef&#228;hrdet, weil die Stadt Essen den j&#228;hrlichen Zuschuss gestrichen hat.<span id="more-1762"></span></p>
<p>„Der Verband alleinerziehender M&#252;tter und V&#228;ter, kurz VAMV genannt, ist eine Selbsthilfeorganisation, die 1967 als „Verband lediger M&#252;tter“ von Luise Sch&#246;ffel in Herrenberg/Schwarzwald gegr&#252;ndet wurde. Der Verband Alleinerziehender M&#252;tter und V&#228;ter Ortsverband Essen wurde am 05. August 1976 gegr&#252;ndet, damals sogar noch mit dem Namen „Verband alleinstehender M&#252;tter“. 1996 wurde der Name des Verbandes in Verband alleinerziehender M&#252;tter und V&#228;ter e.V. ge&#228;ndert, so hei&#223;t er auch heute noch.</p>
<p>Der VAMV ist eine wichtige &#252;berregionale Organisation von Einelternfamilien in Deutschland; seine Mitglieder sind unverheiratete, getrenntlebende, geschiedene und verwitwete M&#252;tter und V&#228;ter, aber auch „Nicht-Betroffene“, interessierte B&#252;rgerInnen.</p>
<p>Der VAMV ist als besonders f&#246;rderungsw&#252;rdig und gemeinn&#252;tzig anerkannt und ist weder parteipolitisch noch weltanschaulich gebunden. Er ist unter anderem Mitglied im Parit&#228;tischen Wohlfahrtsverband. Er besteht auf Bundes-, Landes- und Ortsebene.</p>
<p>Der Verband in Essen sieht seine Aufgabe vor allem in der „Hilfe zur Selbsthilfe“.</p>
<p>Verbandsmitglieder und diejenigen, die beim Verband Rat und Hilfe suchen, gestalten das, was im Verband geschieht. Das tun sie, gepr&#228;gt von ihrer ganz pers&#246;nlichen Lebensanschauung und vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebensgeschichte.</p>
<p>Die Arbeit im VAMV Ortsverband Essen wird ausschlie&#223;lich ehrenamtlich geleistet, was bei steigenden Anfragen nur schwerlich bew&#228;ltigt werden kann.</p>
<p>Der Selbsthilfecharakter ist ein wichtiger Aspekt in der Arbeit des Ortsverbandes. Dies wird mit Angeboten wie z.B. mit dem Offenen Treff jeweils am ersten Donnerstag bzw. mit dem Sonntagsfr&#252;hst&#252;ck am zweiten Sonntag im Monat aufrecht erhalten. Die R&#228;umlichkeiten befinden sich im Schultenweg 37.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Netzwerkarbeit. Der VAMV Ortsverband ist mit unterschiedlichen Organisationen eine Kooperation eingegangen, die f&#252;r beide Seiten eine so „win-win“ Situation darstellt.</p>
<p>Viele Menschen suchen nach der akuten Phase der Trennung die Beratung im VAMV, wenn Probleme auftreten, die aus Entscheidungen w&#228;hrend bzw. nach der Trennung resultieren: Wenn es z.B. Probleme mit dem gemeinsamen Sorgerecht gibt oder wenn die Ausgestaltung des Umgangsrechts Probleme bereitet: Ver&#228;nderungswunsch nach mehr bzw. weniger Umgangszeiten des Expartners; Probleme mit dem Umgangspfleger, begleiteter Umgang, Finanzierung des Umgangs sind typische Themen.</p>
<p>Das Thema Existenzsicherung ist bei Beratungen Dauerbrenner. Hier informiert der VAMV &#252;ber zustehende Leistungen und bietet individuelle Beratung an. Ebenso ist er behilflich beim Beantragen von Geldern oder der Weitervermittlung an andere Institutionen. Es geht um Anspruchsvoraussetzungen, Informationen und Hilfe bei der Antragstellung. Unterhalt f&#252;r Kinder, Unterhalt f&#252;r den betreuenden Elternteil, Unterhaltsvorschuss, SGB II und XII (Hartz IV), Elterngeld und Kindergeld sind zentrale Themen.</p>
<p>Weiterhin ist immer wieder mal eine Begleitung zu Beh&#246;rden notwendig. Sowohl zum Jobcenter als auch zum Jugendamt kann eine Begleitung auf Wunsch der Alleinerziehenden erfolgen. Diese Begleitungen resultieren einerseits aus der Unsicherheit der Menschen im Umgang mit Beh&#246;rden und andererseits aufgrund der Erfahrung, dass viele Alleinerziehende ihre Rechte nicht ausreichend kennen.</p>
<p>Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges Thema bei den Beratungen im VAMV. Problem ist – trotz Ausbaus der U-3-Betreuung – die Verf&#252;gbarkeit von Kinderbetreuungspl&#228;tzen. Aber auch die h&#228;ufig starren &#214;ffnungszeiten der Einrichtungen, die sich manchmal nicht an den flexiblen Bed&#252;rfnissen von Arbeitnehmer/innen orientieren, verhindern die Vereinbarkeit.</p>
<p>Diese Arbeit ist nun leider gef&#228;hrdet. Der Ortsverband hat einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Essen, wor&#252;ber der Verein knapp 2000 Euro im Jahr erh&#228;lt. Dies entspricht nicht einmal der (geringen) H&#246;he der Miete. Zurzeit befindet sich der Verein in der Diskussion mit der Stadt, um einen neuen Kooperationsvertrag zu erhalten. Sollte dies nicht m&#246;glich sein, wird der Verein seine Arbeit einstellen m&#252;ssen.“</p>
<p>Erika Biehn</p>
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		<title>Rechtsberatung in Borbeck</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 16:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab dem 6.Januar 2012 bietet der Rechtsanwalt Dr. Herbert Karpienski (F&#246;rdermitglied der BG45) eine Offene-Hartz4-Rechtsberatung an. Die Beratung findet jeden Freitag statt von 9 bis 11 Uhr, in den R&#228;umlichkeiten der Sozialp&#228;dagogischen Familienhilfe e.V. (SoFa), Rechtstr.7-9 in Borbeck. Zu gleicher Zeit und gleichem Ort hatte bisher seit Jahren Hans-Peter Leymann-Kurz (Mitglied der BG45) die Sozialberatung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab dem 6.Januar 2012 bietet der Rechtsanwalt Dr. Herbert Karpienski (F&#246;rdermitglied der BG45) eine Offene-Hartz4-Rechtsberatung an. Die Beratung findet jeden Freitag statt von 9 bis 11 Uhr, in den R&#228;umlichkeiten der <a href="http://www.familienhilfe-essen.de" target="_blank">Sozialp&#228;dagogischen Familienhilfe e.V.</a> (SoFa), Rechtstr.7-9 in Borbeck.</p>
<p>Zu gleicher Zeit und gleichem Ort hatte bisher seit Jahren Hans-Peter Leymann-Kurz (Mitglied der BG45) die Sozialberatung angeboten und kann in Zukunft RA Karpienski vertreten. Somit muss in Borbeck kein Termin ausfallen, wenn der Rechtsanwalt einmal verhindert sein sollte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sch&#246;ne Bescherung</title>
		<link>http://bg45.de/index.php/2011/12/23/schone-bescherung/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 15:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Aus Essen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf wei&#223;e Weihnachten werden wir wohl verzichten m&#252;ssen, es ist eher wahrscheinlich, dass die Krokusse bl&#252;hen. Zum Ausgleich sind Menschen mit Armutserfahrung in dieser Stadt mit eisiger K&#228;lte konfrontiert, die in der Kommunalpolitik eine Frostbeule nach der anderen bewirkt. Im Sozialausschuss am 20.12.11 ist die Einf&#252;hrung eines Sozialpasses f&#252;r B&#252;rger, die in Armut leben, abgelehnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf wei&#223;e Weihnachten werden wir wohl verzichten m&#252;ssen, es ist eher wahrscheinlich, dass die Krokusse bl&#252;hen. Zum Ausgleich sind Menschen mit Armutserfahrung in dieser Stadt mit eisiger K&#228;lte konfrontiert, die in der Kommunalpolitik eine Frostbeule nach der anderen bewirkt.</p>
<p>Im Sozialausschuss am 20.12.11 ist die Einf&#252;hrung eines Sozialpasses f&#252;r B&#252;rger, die in Armut leben, abgelehnt worden. Mit einem Sozialpass, wie ihn auch die BG45 fordert, w&#228;re die diskriminierende Ausweisung &#252;ber Vorzeigen des Leistungsbescheides vom Tisch, wenn jemand eine Verg&#252;nstigung in Anspruch nehmen m&#246;chte. Viele Anspruchsberechtigte nehmen Erm&#228;&#223;igungen aus diesem Grund nicht in Anspruch.<span id="more-1736"></span></p>
<p>Sogar der Verwaltungsaufwand, gerade in Zeiten des B&#252;rokratiemonsters &#8220;Bildungs- und Teilhabepaket&#8221;, w&#252;rde sich bei Antragstellungen enorm verringern. Das zeigen Erfahrungen in den St&#228;dten, die einen Sozialpass ausgeben. Die Struktur steht im Grunde mit der Einf&#252;hrung des Skandaltickets, welches von der Verwaltung &#8220;Sozialticket&#8221; genannt wird. Zur Ablehnung des Antrages auf Einf&#252;hrung eines Sozialpass f&#252;r Essen hier eine <a href="http://www.linksfraktion-essen.de/nc/tagespresse/veroeffentlichungen/detail/zurueck/aktuell-144271d974/artikel/keine-frohe-weihnachtskunde/" target="_blank">Pressemeldung</a> der Fraktionsvorsitzenden Die Linke. Wird der Parit&#228;tische Wohlfahrtsverband die zuk&#252;nftige Diskussion beeinflussen k&#246;nnen? Aber wer wei&#223;, in der Optionskommune soll ja alles besser werden.</p>
<p>Seit Fr&#252;hjahr dieses Jahres k&#228;mpfen wir um die R&#252;cknahme der Kopierweigerung im Service des JobCenters. Unser hartn&#228;ckiges Nachfragen hatte bisher die tollsten Antworten kreiert, von &#8220;Stimmt gar nicht&#8221; bis &#8220;In jedem JobCenter steht ein &#246;ffentlich zug&#228;nglicher Kopierer&#8221;. Zur Erinnerung: Kopierkosten sind im Regelsatz nicht eingestellt und die neue Praxis, Kopien einreichen zu m&#252;ssen, ist nicht rechtens. Die Vorstandsvorsitzende der BG45 und als Hartz4-Leistungsberechtigte sowieso, ist nat&#252;rlich grunds&#228;tzlich unglaubw&#252;rdig. So hat sich eine Bezirksvertreterin aus Borbeck dazu bereit erkl&#228;rt, die Situation der Kopierweigerung in Augenschein zu nehmen und den &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Kopierer zu suchen. Das Ergebnis war, nix Kopierer, nix Kopien. Die Never-Ending-Story wurde in der Linksfraktion weitererz&#228;hlt, ein Antrag wurde formuliert, der Sozialausschuss hat diesen zur Kenntnis genommen und in die n&#228;chste Sitzung geschoben. Schauen wir mal, in der Optionskommune soll ja alles besser werden.</p>
<p>Aber die Anfrage nach der Sanktionspraxis in Essen ist nach fast 8 Monaten von der Verwaltung beantwortet worden. In 2010 (f&#252;r 2011 k&#246;nnen die Zahlen noch nicht vorliegen) sind insgesamt 7685 Sanktionen in Essen verh&#228;ngt worden, womit unsere Stadt im statistischen Mittel der BRD liegt. Betroffen davon waren zu 68% M&#228;nner und zu 32% Frauen. Allein 71% (5428) der Sanktionen entfielen auf Meldevers&#228;umnisse. Eine weitere Differenzierung nach sanktionierten Personengruppen konnte nicht vorgenommen werden. Uns h&#228;tte interessiert, wie viele Alleinerziehende und Schwangere von dieser Praxis betroffen waren.</p>
<p>Was die BG45 wirklich erschreckt hat, war die Beantwortung der Frage nach den Widerspr&#252;chen und Klagen gegen die Sanktionsbescheide. Ich zitiere aus der Vorlage der Verwaltung vom 8.12.11 f&#252;r den Sozialausschuss:</p>
<ol>
<li>Gegen wie viele Sanktionsbescheide wurden Widerspr&#252;che eingelegt?<br />
Im Jahr 2010 wurden insgesamt 420 Widerspruchsverfahren im JobCenter bearbeitet, die sich gegen eine Sanktionierung richteten.</li>
<li>Wie viele Klagen wurden angestrengt?<br />
Im Jahr 2010 wurden insgesamt 45 Klageverfahren, die sich gegen eine Sanktionierung richteten, endg&#252;ltig erledigt.</li>
<li>Wie viele Klagen und Widerspr&#252;che waren erfolgreich?<br />
Im Jahr 2010 wurden 231 Widerspr&#252;chen stattgegeben, 120 Widerspr&#252;che wurden abgelehnt, 69 Widerspr&#252;che wurden auf andere Weise erledigt (z.B. R&#252;cknahme des Widerspruchs etc.) 13 Klageverfahren gingen zu Gunsten des JobCenters Essen aus. In 28 Klageverfahren ist das JobCenter Essen ganz oder teilweise unterlegen. 4 Klageverfahren sind anderweitig erledigt worden (z.B. Klager&#252;cknahme des Gegners, etc.).</li>
</ol>
<p>Meine lieben Hartz4-Berechtigte, wo leben wir denn? Da stehen 420 Widerspr&#252;che und lediglich 24 Klagen der Zahl von 7685 verh&#228;ngten Sanktionen gegen&#252;ber? Ich bin schockiert &#252;ber die massenweise Akzeptanz des Sanktionsparagraphen 31 im SGB II. Nehmt die zahlreichen Hartz4-Rechtsberatungen in Essen in Anspruch. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Aber, in der Optionskommune wird ja alles besser. Vielleicht kann die Armutsverwaltung in Zukunft darauf verzichten, Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, noch mehr zu belasten.</p>
<p>In Frankreich haben sich Besch&#228;ftigte der Agentur f&#252;r Arbeit in der Stadt Tarn geweigert Sanktionen auszusprechen. (<a href="http://bg45.de/wp-content/uploads/Flyer_Asterix_Dezember_12.pdf" target="_blank">siehe hier</a>) Die BG45 schlie&#223;t sich dem Weihnachtswunsch der <a href="http://www.hartz4-betroffene-herford.de" target="_blank">Herforder Initiative</a> an und wir danken Euch f&#252;r Eure Arbeit und dieses Flugblatt.</p>
<p>Allen MitstreiterInnen, allen Hartz4-Berechtigten und anderen verarmten Menschen w&#252;nschen wir auch ohne Weihnachtsbaum und Geschenken ein stressfreies Weihnachten.</p>
<p>Waltraut Steuer</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bundessozialgericht kippt Duisburger Mietobergrenze</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 13:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Bundessozialgericht hat in der Verhandlung vom 20.12.11 eine interessante Entscheidung getroffen. Es ging hierbei um das &#8220;schl&#252;ssige Konzept&#8221; der Stadt Duisburg, welches von SG Duisburg und dem LSG f&#252;r rechtens gehalten wurde. Diese Entscheidungen wurden nun aufgehoben. Die Vorinstanzen hatten bestimmte Baualtersklassen aus dem Mietspiegel nicht einbezogen, obwohl nicht fest stand, dass aus diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundessozialgericht hat in der Verhandlung vom 20.12.11 eine interessante Entscheidung getroffen. Es ging hierbei um das &#8220;schl&#252;ssige Konzept&#8221; der Stadt Duisburg, welches von SG Duisburg und dem LSG f&#252;r rechtens gehalten wurde. Diese Entscheidungen wurden nun aufgehoben.</p>
<p>Die Vorinstanzen hatten bestimmte Baualtersklassen aus dem Mietspiegel nicht einbezogen, obwohl nicht fest stand, dass aus diesen Altersklassen wenige Wohnungen zum unteren Marktsegment geh&#246;ren. Andererseits hatten die Beh&#246;rde und die Vorinstanzen mathematisch-statistische Grunds&#228;tze verletzt, indem sie Tabellenfelder aus dem Mietspiegel mit berechnet hatten, bei denen unklar ist, wie hoch der Bestand in diesem Feld ist, ob solche<span id="more-1728"></span> Wohnungen wirklich f&#252;r die Leistungsberechtigten zur Anmietung zur Verf&#252;gung standen. Dar&#252;ber hinaus kritisiert das BSG, dass nicht sichergestellt sei, dass die &#8220;angemessenen&#8221; Wohnungen sich nur auf bestimmte Stadtteile beschr&#228;nken. Dieses w&#228;re ein Versto&#223; gegen die BSG-Rechtsprechung, die stets eine Segregation verhindern will.</p>
<p>Unterstrichen wird mit der Entscheidung nochmals, dass der Grundsicherungstr&#228;ger, also die Beh&#246;rde zun&#228;chst verpflichtet ist, ein schl&#252;ssiges Konzept aufzustellen, das die o.g. Kriterien erf&#252;llt. Liegt ein solches Konzept nicht vor, kann das Gericht von Amts wegen Ermittlungen anstellen, die auch den o.g. Anforderungen gen&#252;gen m&#252;ssen. Wenn das Gericht dieses nicht kann, weil die erforderlichen Ermittlungen zu umfangreich sind, ist § 12 WoGG anzuwenden, der in der Regel f&#252;r die Betroffenen g&#252;nstig ist.</p>
<p>Eindeutig verh&#228;lt sich das neue Urteil zur Notwendigkeit der Einbeziehung kalter Nebenkosten bei der Angemessenheit: »Zur Ermittlung der abstrakt angemessenen Unterkunftskosten sind neben der Nettokaltmiete die &#8220;kalten Betriebskosten&#8221;, allerdings unter R&#252;ckgriff auf lokale &#220;bersichten, einzubeziehen.«</p>
<p>Hintergrund des Urteils ist, dass die Mietspiegel, die existieren, einen anderen Zweck haben, als Ermittlung angemessener Mieten. Sie haben n&#228;mlich eine Befriedungsfunktion im Verh&#228;ltnis Mieter-Vermieter und beschr&#228;nken die M&#246;glichkeit zu Mieterh&#246;hungen (vgl. Gautzsch in WuM 2001, S 603 ff.). Das BSG erteilt damit denjenigen einen R&#252;ffel, die unkritisch zu den Mietspiegeln gegriffen haben und ohne weiteres nur daraus einen angemessenen Mietwert berechnen wollten.</p>
<p>Konsequenz: Die Gerichte werden zuk&#252;nftig verst&#228;rkt auf § 12 WoGG zur&#252;ckgreifen, wenn die Jobcenter keine eigenen Ermittlungen angestellt haben und diese schl&#252;ssig vorlegen k&#246;nnen. Dieses w&#252;rde f&#252;r Essen bei 10% Sicherheitsaufschlag 393,80 Euro angemessene Brutto-Kaltmiete f&#252;r einen Ein-Personen-Haushalt bedeuten. Denn die oben aufgestellten Kriterien f&#252;r ein schl&#252;ssiges Konzept liegen in Essen nicht im Ansatz vor.</p>
<p><a href="http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&amp;Art=tm&amp;Datum=2011&amp;nr=12268">Terminsbericht</a></p>
<p>Aktenzeichen: B 4 AS 19/11 R</p>
<p><a href="http://www.jan-haeussler.de/" target="_blank">Rechtsanwalt Jan H&#228;u&#223;ler</a><br />
Fachanwalt f&#252;r Sozialrecht</p>
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		<title>&#220;bernahme von Umzugskosten nach R&#228;umungsklage</title>
		<link>http://bg45.de/index.php/2011/12/04/ubernahme-von-umzugskosten-nach-raumungsklage/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 07:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Juristisches]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage, ob das Job Center die Umzugskosten als Bedarf anzuerkennen hat, kann in unterschiedlichen Varianten auftreten; eine Variante ist die der K&#252;ndigung durch den Vermieter wegen Eigenbedarf. Nach § 573 Absatz 2 Nr. 2 des B&#252;rgerlichen Gesetzbuches darf der Vermieter die Wohnung ordentlich k&#252;ndigen, wenn er die R&#228;ume f&#252;r sich, seine Familienangeh&#246;rigen oder Angeh&#246;rige des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, ob das Job Center die Umzugskosten als Bedarf anzuerkennen hat, kann in unterschiedlichen Varianten auftreten; eine Variante ist die der K&#252;ndigung durch den Vermieter wegen Eigenbedarf. Nach § 573 Absatz 2 Nr. 2 des B&#252;rgerlichen Gesetzbuches darf der Vermieter die Wohnung ordentlich k&#252;ndigen, wenn er die R&#228;ume f&#252;r sich, seine Familienangeh&#246;rigen oder Angeh&#246;rige des Haushaltes ben&#246;tigt; r&#228;umen Sie die Wohnung nicht, kommt es zu einem Gerichtsverfahren und das Gericht verpflichtet Sie dann, wenn es die Voraussetzungen f&#252;r erf&#252;llt h&#228;lt, die Wohnung zu r&#228;umen. So weit, so gut; oder so schlecht. Gestritten wird jetzt in der Regel mit dem Job Center, ob und wenn ja, in welcher H&#246;he die Kosten des Umzuges und der Wohnungsbeschaffung als Bedarf anerkannt werden.<span id="more-1723"></span></p>
<p>Ob Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten der neuen Wohnung vom &#246;rtlich zust&#228;ndigen Job Center als Bedarf anerkannt werden richtet sich nach § 22 Absatz 6 Satz 1 des SGB II, wonach das Job Center diese Kosten als Bedarf anerkennen kann. Das h&#246;rt sich zun&#228;chst einmal so an, als stehe das im Belieben des Job Centers. Satz 2 bestimmt dann allerdings, dass die Zusicherung erteilt werden soll.</p>
<p>Kann, soll – warum steht denn da nicht „muss“? Der Gesetzgeber wollte, dass bei der Entscheidung das Ermessen (kann und soll) der Beh&#246;rde eine Rolle spielt und diese nicht um jeden Preis an die Rechtsfolge der Kosten&#252;bernahme gebunden ist (muss). Hei&#223;t es in einer gesetzlichen Norm „kann“, dann hat die Beh&#246;rde ein Ermessen, welches sie „pflichtgem&#228;&#223;“ auszu&#252;ben hat. Bei den „Soll“-Vorschriften handelt es sich zwar auch um eine Ermessensentscheidung, allerdings soll die Beh&#246;rde nur ausnahmsweise anders entscheiden. Die Beh&#246;rde darf nur dann von der im Gesetz stehenden Rechtsfolge abweichen, wenn ein atypischer Fall vorliegt, der von der Beh&#246;rde entsprechend begr&#252;ndet werden m&#252;sste. Liegt sogar ein R&#228;umungstitel vor, hat die Beh&#246;rde gar kein Ermessen mehr; ihr Ermessen reduziert sich auf Null. Soviel zur Theorie.</p>
<p>Grundvoraussetzung ist, dass zun&#228;chst einmal ein Antrag gestellt wird; und zwar bevor Sie den Lastwagen bestellt haben und umziehen. Also, so fr&#252;h wie m&#246;glich die &#220;bernahme der Umzugskosten, Wohnbeschaffungskosten und Mietkaution (die &#252;brigens nur als Darlehen zu gew&#228;hren und beim neuen Jobcenter zu beantragen ist) beim Job Center des bisherigen Wohnortes beantragen.</p>
<p>Dieser Antrag ist in jedem Fall von der Beh&#246;rde f&#246;rmlich zu bescheiden. Bitte immer daran denken, dass Sie den Zugang des Antrages beweisen k&#246;nnen. Am besten in Kopie zum Sachbearbeiter mitnehmen und sich darauf best&#228;tigen lassen. Oft stellen sich schon die ersten Probleme ein, wenn dieser Antrag nicht in angemessener Zeit beschieden wird. Das Hinausz&#246;gern einer Umzugszusicherung mit dem Argument, die Wohnungslosigkeit drohe ja erst bei einer R&#228;umung, ist immer rechtswidrig und muss nicht hingenommen werden.</p>
<p>Die Beh&#246;rde muss die Umzugskosten &#252;bernehmen, wenn</p>
<ul>
<li>der Umzug notwendig ist,</li>
<li>die Miete der neuen Wohnung angemessen ist und</li>
<li>die Beh&#246;rde der Anmietung der neuen Wohnung zugestimmt hat (Alg 2) oder im Falles Bezuges von Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter (Sozialhilfe) die Beh&#246;rde in Kenntnis gesetzt hat.</li>
</ul>
<p>Wann ein Umzug notwendig, also erforderlich ist, kann sich ein normal denkender Mensch an einer Hand abz&#228;hlen; Beh&#246;rden problematisieren das allerdings oft: Liegt ein R&#228;umungstitel vor, dann sind die daraus resultierenden Umzugskosten selbstverst&#228;ndlich immer erforderliche Kosten (Lehr- und Praxiskommentar SGB II § 22 Rz 76; LSG Berlin-Brandenburg v. 18.12.2008 – L 25 B 2222/08 AS ER; LSG NRW, Beschluss v. 3.9.2010 – 1085/10 B ER), denn die Ursache f&#252;r den aufgrund des Urteils erforderlichen Auszug und den damit immer verbundenen Umzug kann nur durch den Umzug selbst behoben werden. Anders geht es eben nicht. Schwieriger kann es durchaus sein, wenn nur eine Eigenbedarfsk&#252;ndigung, aber noch kein R&#228;umungstitel vorliegt. Sofern keine ernsthaften Zweifel an den Voraussetzungen einer zul&#228;ssigen Eigenbedarfsk&#252;ndigung bestehen, darf das Jobcenter den Leistungsberechtigten nicht in eine Vertragsverletzung mit entsprechendem Kostenrisiko durch Klage treiben.</p>
<p>Liegt letztlich eine Entscheidung vor, ob die Umzugskosten gew&#228;hrt werden, erwartet den Antragsteller oft Streit, in welcher H&#246;he die Umzugskosten zu gew&#228;hren sind, wobei der Umzug grunds&#228;tzlich in Selbsthilfe durchgef&#252;hrt werden soll.</p>
<p>Zu den notwendigen Kosten eines Umzuges geh&#246;ren alle Kosten, die wegen des Umzuges anfallen (Eicher/Spellbrink SGB II, § 22 Rz. 84) und die ohne diesen nicht angefallen w&#228;ren, wie beispielsweise Sperrm&#252;llgeb&#252;hren, Wiederbeschaffungskosten von Hausrat und M&#246;beln, die durch den Umzug funktionsunt&#252;chtig geworden sind, Verpackungskosten, Transportkosten, Haftpflichtversicherung von privaten Umzugshelfern. Die Zahlung von Umzugspauschalen wird oft als zul&#228;ssig angesehen (200 € f&#252;r Zweipersonenhaushalt, 381 € f&#252;r Dreipersonenhaushalt). Ich halte diese f&#252;r unzul&#228;ssig. Nat&#252;rlich m&#252;ssen entsprechende Kostenvoranschl&#228;ge eingeholt werden, um die Kosten niedrig zu halten. Liegen besondere Voraussetzungen vor, sind durchaus auch die Kosten f&#252;r ein gewerbliches Umzugsunternehmen zu &#252;bernehmen. Voraussetzung daf&#252;r ist, dass der Leistungsberechtigte den Umzug beispielsweise wegen Alters, Behinderung, k&#246;rperlicher Konstitution oder wegen der Betreuung von Kleinstkindern nicht selbst vornehmen oder durchf&#252;hren kann. Dies hat das Job Center gegebenenfalls zu ermitteln, BSG, Urteil v. 6.5.2010 – B 14 AS 7/09 R. Beruft sich der Leistungsbezieher auf seine fehlende k&#246;rperliche Leistungsf&#228;higkeit, hat er dies durch ein privat&#228;rztliches Attest glaubhaft zu machen. Nicht ausreichend sein d&#252;rften leichtere Einschr&#228;nkungen durch Beschwerden am Bewegungsapparat oder leichte Erkrankung innerer Organe, die sich nur geringf&#252;gig auf die k&#246;rperliche Leistungsf&#228;higkeit auswirken. Ein in der Bedarfsgemeinschaft lebendes zweij&#228;hriges Kind ist als „Kleinstkind“ im Sinne des Bundessozialgerichts aufzufassen. Ein selbst organisierter Umzug einer allein erziehenden Person d&#252;rfte in diesem Fall nicht mehr m&#246;glich sein.</p>
<p>Rechtsanwalt Dr. med. Herbert Karpienski</p>
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		<title>Gute Nachricht f&#252;r alle Hartz4-Berechtigten und den BG45 e.V.</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 16:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aus Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Juristisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiterer Rechtsanwalt wird in Kooperation mit unserem Verein eine offene Hartz4-Rechtsberatung einmal w&#246;chentlich anbieten. Wo und an welchem Wochentag werden wir noch im Dezember bekanntgeben. Bis dahin k&#246;nnen Termine telefonisch vereinbart werden mit Herrn Rechtsanwalt Dr. med. Herbert Karpienski &#8211; Telefon: 0201/87955-0 oder E-Mail: post@herkar.de. Herr Rechtsanwalt Dr. Karpienski stellt sich vor: Seit 2005 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiterer Rechtsanwalt wird in Kooperation mit unserem Verein eine offene Hartz4-Rechtsberatung einmal w&#246;chentlich anbieten. Wo und an welchem Wochentag werden wir noch im Dezember bekanntgeben. Bis dahin k&#246;nnen Termine telefonisch vereinbart werden mit Herrn Rechtsanwalt Dr. med. Herbert Karpienski &#8211;  Telefon: 0201/87955-0 oder E-Mail: post@herkar.de.<span id="more-1717"></span></p>
<p>Herr Rechtsanwalt Dr. Karpienski stellt sich vor:</p>
<p><a href="http://bg45.de/wp-content/uploads/foto_karpienski.jpg"><img src="http://bg45.de/wp-content/uploads/foto_karpienski-121x150.jpg" alt="" title="foto_karpienski" width="121" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1719" /></a>Seit 2005 bin ich in Essen als Rechtsanwalt zugelassen und Fachanwalt f&#252;r Verkehrsrecht. Den Fachanwaltslehrgang Sozialrecht habe ich absolviert. Zus&#228;tzlich bin ich seit 1994 Facharzt f&#252;r An&#228;sthesiologie. Meine T&#228;tigkeitsschwerpunkte sind das Patientenrecht, Sozialrecht und Verkehrsrecht. In meiner Kanzlei bearbeite zum gro&#223;en Teil Sachverhalte mit medizinischem Bezug (Arzthaftung, Verkehrsunf&#228;lle mit Personensch&#228;den, Schwerbehindertenrecht, Feststellung des Grades der Behinderung und von Merkzeichen, Erwerbsminderungsrentenverfahren, Vorbereitung auf die MPU). Nicht zuletzt berate und vertrete ich Betroffene au&#223;ergerichtlich und gerichtlich bei Problemen mit den Job Centern.</p>
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